Xen Features

(Auszug aus dem Buch Xen3, Franzis Verlag)

 

Xen Kern

 

  • Support für Linux 32bit und 64bit Systeme mit Kernel 2.6
  • Auf dieser Basis umfassende Hardware-Unterstützung, fast alle Linux Treiber werden unterstützt – Einschränkungen gibt es derzeit z.B. noch bei ACPI, APM, Highend-Graphik. Sound-Unterstützung ist nicht vorhanden.
  • PAE (Physical Address Extension) Unterstützung bei 32Bit Systemen: damit können mehr als 4GB RAM in den Gästen genutzt werden.
  • Hyperthreading (SMT)
  • x86/64 Unterstützung sowohl für AMD64 als auch EM64T mit bis zu 1 TB Arbeitsspeicher
  • Als Wirt Unterstützung für alle Linux 2.6 Systeme und alle gängigen Distributionen sowie NetBSD 3 und OpenSolaris
  • Paravirtualisierungs-Ansatz mit nahezu nativer Performance für (modifizierte) Gäste. Außer dem Gast-Kernel sind keine Anpassungen notwendig – die Userland Software läuft direkt ohne Modifikationen.
  • Volle Virtualisierung durch Unterstützung der Intel VT und AMD SVM Prozessorfamilien, so dass unmodifizierte Gastsysteme laufen können. Auf dieser Basis gemischter Betrieb von paravirtualisierten und virtualisierten Gästen auf einem Rechner.
  • Optionale HVM Architektur (IBM Beitrag): Parallele hochperformante Unterstützung von Intel VT und AMD SVM über einheitliches HVM-Interface, dann aber ohne Paravirtualisierungs-Betrieb
  • Unterstützung für SMP-Systeme bis zu 32 Prozessoren, die im Hotplugging-Verfahren zur Laufzeit Gästen zugewiesen oder weggenommen werden können

 

Xen Funktionen

 

 

  • Aufbau virtueller Netze zwischen Gästen auf Basis von Bridging und NATting. Support für VLAN/Vnet.
  • Automatisiertes Starten / Stoppen von Gästen
  • Kommandozeilen-Tool: manuelles Starten, Stoppen, Pausieren und Rebooten von Gästen. Speichern des momentanen Gast-Zustandes in Datei. Echtzeit-Monitoring.
  • Nutzung virtueller CPUs auch auf Ein-Prozessor Maschinen
  • Ändern der virtuellen Hardware dynamisch zur Laufzeit: Größe des RAM, Anzahl der (virtuellen) CPUs
  • „Migration“: Verschieben von Gästen von einem Wirts-Rechner auf einen anderen. Möglich auch im laufenden Betrieb („live Migration“) im Millisekundenbereich. Dabei werden IP- und MAC-Adressen automatisch transferiert.
  • Quality of Service (QoS): diverse Scheduler für feingranulare Konfiguration von Prioritätseinstellungen einzelner Gäste
  • Unterstützung gängiger Speichersysteme als Speicherort für Gäste: NFS, LVM, Flat File Dateiimages, SAN, NAS, iSCSI, Infiniband (in Entwicklung)
  • XML-RPC Schnittstelle für Web-basierte Administration und Monitoring (in Entwicklung, s. libvirt)
  • Sicherheitsimplementierung: Unterstützung für TPM (Trusted Plattform Modules) sowie Integration des Snort Intrusion Detection System.